Weiterbildungscurriculum Frauenklinik – Schwerpunkt Geburtshilfe

In der Frauenklinik Wolfsburg besteht die Möglichkeit, aufbauend auf der Facharztweiterbildung die Schwerpunktkompetenz Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin zu erlangen. Da nach der Weiterbildungsordnung 12 der 36 Monate bereits während der Facharztweiterbildung abgeleistet werden können, regelt dieses Curriculum die verbleibende Weiterbildungszeit von 24 Monaten.

Die Abteilung Geburtshilfe der Frauenklinik Wolfsburg bietet mit knapp 1.300 Geburten jährlich, einem Perinatalzentrum Level I und einem hohen Anteil an Risikoschwangerschaften und Risikogeburten alle Voraussetzungen für die Ausbildung im Schwerpunkt Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin.

Weiterbildungssegment A (Prä- und Perinatalmedizin)

Ärzte in der Weiterbildung mit Schwerpunkt Perinatalmedizin arbeiten anfänglich unter kontinuierlicher Aufsicht. Nach drei bis sechs Monaten agieren sie dann weitgehend eigenständig, unter regelmäßiger Supervision. Als verantwortlicher Facharzt sind sie im Bereich der Wochenstation vorwiegend in der Betreuung von Risikoschwangerschaften und der Erkennung fetomaternaler Risiken tätig. Sie werden in unserer Geburtsmodussprechstunde ebenso eingearbeitet wie in die Risikoschwangerschaftssprechstunde. Weiterhin nehmen sie regelmäßig an ausführlichen geburtshilflichen Ultraschalluntersuchungen inklusive Dopplersonographien des Fetus sowie der fetalen Echokardiographie teil. Dieser Ausbildungsteil wird durch externe Hospitationen und Fortbildungen zusätzlich unterstützt. Ziel ist die Erreichung der Qualifikation DEGUM II im Bereich geburtshilflicher Ultraschall. Weiterhin gehören dazu die Durchführung prä- und perinataler Eingriffe, insbesondere Amniozentesen, Amniodrainagen usw.

Weiterbildungssegment B (Spezielle Geburtshilfe)

Der sich in Weiterbildung befindliche Facharzt wird für zwölf Monate im Kreißsaal eingesetzt. Anfänglich unter kontinuierlicher Anleitung, werden im weiteren Verlauf ab dem 4. bis 6. Monat zunehmend eigenverantwortlich, unter regelmäßiger Supervision, geleitet bzw. durchgeführt:

  • Risikogeburten
  • operative Entbindungen (einschließlich Mehrlingsgeburten)
  • Beckenendlagenentwicklungen
  • Re-Sectiones
  • Geburten bei bekannten Fehlbildungen
  • äußere Wendungen
  • Versorgung komplizierter Geburtsverletzungen