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Nase - Aufbau, Funktion, Untersuchung

Entwicklung und Aufbau der Nase

Die menschliche Nase besteht aus der uns allen sichtbaren äußeren Nase sowie der erst durch spezielle Untersuchungen sichtbaren inneren Nase. Die Nase entwickelt sich mit dem ganzen Gesicht im Laufe der Jugend und Pubertät. Das ganze Gesicht wächst nach vorne unten und auch die Nase hat an dieser Entwicklung mit der Entstehung des für jeden einzelnen Menschen typischen Gesichtes einen großen Anteil. Kleine Verletzungen in der Kindheit können aufgrund dieser Entwicklung dann im späteren Leben eine deutliche Veränderung der Nasenform und Nasenfunktion verursachen.

Die äußere Nase wird durch Knorpel sowie das Nasenbein gebildet. Diese ist bei Gesichtsverletzungen häufiger mit Brüchen beteiligt. Das Naseninnere wird durch die mittelstehende Nasenscheidewand in zwei meist nicht vollständig gleiche Höhlen aufgeteilt. In diese Höhlen ragen von den Seiten die sogenannten Nasenmuscheln hinein. Nach hinten öffnet sich die Nase in den Rachen. Hier befindet sich bei Kindern oft eine Vergrößerung der sogenannten Rachenmandel (im Volksmund Polypen genannt), welche dann eine Behinderung der Nasenatmung verursacht. Bei Erwachsenen wird eine Nasenatmungsbehinderung häufig durch eine entwicklungsbedingte Verbiegung der Nasenscheidewand oder Vergrößerung der Nasenmuscheln verursacht. Ein Formveränderung der äußeren Nasen kann diese Probleme dann verstärken.

 Funktion der Nase

Der natürliche Atemweg führt  beim Menschen durch die Nase. Eine Mundatmung ist als Unterstützung der Nasenatmung in besonderen Situationen vorgesehen. Bei der Atmung durch die Nase führt der vorderen Naseneingangsbereich zu einer Verwirbelung der Luft. Hierdurch wird die Luft mit der Schleimhaut in der Nase großflächig in Kontakt gebracht. Eine Anfeuchtung und Erwärmung der Atemluft wird hierdurch möglich. Zusätzlich gelangt die Atemluft hierdurch auch in die oberen Nasenabschnitte. Hier befinden sich die Riechzellen. Ohne Nasenatmung ist eine Geruchswahrnehmung der Umwelt nur sehr eingeschränkt möglich. Zusätzlich zum Riechen hat die Nasen und die Nasenschleimhaut eine erhebliche Schutzfunktion bei der Wahrnehmung von reizenden Gasen.

Der Aufbau der inneren Nase hat auch einen erheblichen Einfluss auf den Klang unserer Stimme.

Untersuchung der Nase

Die Nase wird äußerlich sowohl abgetastet als auch auf Formveränderung untersucht. Die innere Nase wird dann mit einem sogenannten Nasenspekulum der Untersuchung erst zugänglich. Dieses öffnet den Naseneingang und die innere Nase kann dann mit Hilfe von Spiegeln oder Endoskopen direkt untersucht werden. Weitere Untersuchungen folgen oft mit einer Prüfung der Luftströmung (sogenannte Rhinomanometrie) oder auch Allergietesten.

Abhängig von den Befunden werden weitere Untersuchungen wie z. B. eine Computertomographie und Kernspintomographie erforderlich. Oft sind zuerst medikamentöse Behandlungen erforderlich. Operative Korrekturen an den Nasenmuscheln, den Nasennebenhöhlen oder der inneren und äußeren Nase kommen bei entsprechenden anatomischen Befunden in Frage.

Die häufigsten Erkrankungen der Nase sind Entzündungen aber auch allergische Reaktionen, welche zumeist ambulant mit Medikamenten behandelt werden können. Massiven Verlaufs muss manchmal eine stationäre Behandlung erfolgen.

Besteht eine anhaltende Nasenatmungsbehinderung als Folge einer Verschiebung der Nasenscheidewand oder Vergrößerung der Schwellkörper besteht eine operative Korrektur z. B. durch eine gezielte Reduktion von Schwellkörpern (Laser, Elektroverödung oder operative Teilabtragung) sowie eine Korrektur der Nasenscheidewand, falls notwendig auch in Kombination mit einer Operation der äußeren Nasenform.

 

 

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