Weiterbildungscurriculum Urologie

Die Weiterbildung in der Urologischen Klinik erfolgt in Anlehnung an das Logbuch zur Weiterbildungsdokumentation der German Society of Residents in Urology (GeSRU). Dr. med. Armin Leitenberger hält die volle Weiterbildungsermächtigung für fünf Jahre.

1. Weiterbildungsjahr

  • Der Arzt in Weiterbildung wird sowohl auf der Station als auch in der Ambulanz und im Bereitschaftsdienst eingesetzt. Dabei erlernt er:

    • ethische, wissenschaftliche und rechtliche Grundlagen des ärztlichen Handelns
    • ärztliche Gesprächsführung
    • Ätiologie, Pathophysiologie und Pathogenese urologischer Erkrankungen
    • Gerätekunde
    • Ultraschalldiagnostik der Urogenitalorgane, des Retroperitoneums und Abdomens einschließlich Doppler- und Duplexsonographie
    • transrectale Sonographie
    • urologisch röntgenologische Techniken
    • Katheterisierungstechniken

  • Der Arzt in Weiterbildung leistet urologisch-chirurgische Assistenz bei kleineren und mittleren Eingriffen.
  • Erlernen und Durchführung von:

    • kleineren Eingriffen am äußeren Genital (z. B. Hodenbiopsie, Circumcision, Urethrotomie; inkl. Lasertherapie)
    • Prostatabiopsie, Nierenbiopsie
    • Cystoskopien
    • Anlage/Wechsel von:

      • Cystostomien
      • inneren Harnleiterschienen
      • Nierenhautfistelung

  • Teilnahme an interner Fortbildung (montags) und an Kongressen
  • Journal Club (monatlich Donnerstags)

2. Weiterbildungsjahr

  • Der Arzt in Weiterbildung wird sowohl auf der Station als auch in der Ambulanz und im Bereitschaftsdienst eingesetzt. Er leistet urologisch-chirurgische Assistenz bei sämtlichen urologischen Eingriffen.
  • Erlernen und Durchführung der offenen urologischen Eingriffe:

    • am äußeren Genital (z. B. Hydrocelen, Varicocelen, Penisamputationen)
    • Laparotomien
    • an der Blase: offene Lithotomie
    • an der Prostata: Lymphadenektomie pelvin

  • Erlernen und Durchführung der transurethralen urologischen Eingriffe:

    • an der Harnröhre: Urethrotomie
    • an der Blase: TUR-Blase, Lithotripsie
    • an der Prostata: TUR-Prostata (Mittellappen)

  • Erlernen und Durchführung der Nierenpunktion und der ESWL
  • Erwerb der Fachkunde Strahlenschutz in der Urologie
  • Teilnahme an interner Fortbildung (montags) und an Kongressen
  • Journal Club (monatlich Donnerstags)

3. Weiterbildungsjahr

  • Der Arzt in Weiterbildung wird sowohl auf der Station als auch in der Ambulanz und im Bereitschaftsdienst eingesetzt. Er leistet urologisch-chirurgische Assistenz bei sämtlichen urologischen Eingriffen.
  • Erlernen und Durchführung der offenen urologischen Eingriffe:

    • an der Blase: Inkontinenzoperationen, Harnblasendivertikelektomie
    • an der Prostata: offene Adenomektomie
    • an der Niere: Nephrektomie, Ureterolyse, Ureterektomie

  • Erlernen und Durchführung der transurethralen und endoskopischen urologischen Eingriffe:

    • an der Blase: TUR-Blase (monopolar/bipolar)
    • an der Prostata: TUR-P (monopolar/bipolar)
    • am Harnleiter: Ureterorenoskopie, Ureterotomie

  • Erlernen von Urodynamik und Videourodynamik
  • Teilnahme an interner Fortbildung (donnerstags) und an Kongressen
  • Journal Club (monatlich Donnerstags)

4. Weiterbildungsjahr

  • Der Arzt in Weiterbildung wird sowohl auf der Station als auch in der Ambulanz und im Bereitschaftsdienst eingesetzt. Er leistet urologisch-chirurgische Assistenz bei sämtlichen urologischen Eingriffen.
  • Erlernen und Durchführung der urologischen Eingriffe:

    • an der Niere (z. B. Nierenbeckenplastik, Nierencystenresektionen)
    • Blasenteilresektion
    • Harnleiterneueinpflanzung

  • Erlernen und Durchführung der transurethralen und endoskopischen urologischen Eingriffe:

    • an der Blase: TUR-Blase (monopolar/bipolar)
    • an der Prostata: TUR-P (monopolar/bipolar)
    • am Harnleiter: Ureterorenoskopie

  • Gutachtenerstellung
  • Teilnahme an interner Fortbildung (donnerstags) und an Kongressen
  • Journal Club (monatlich Donnerstags)

5. Weiterbildungsjahr

  • Der Arzt in Weiterbildung wird sowohl auf der Station als auch in der Ambulanz und im Bereitschaftsdienst eingesetzt. Er leistet urologisch-chirurgische Assistenz bei sämtlichen urologischen Eingriffen.
  • Erlernen und Durchführung der urologischen Eingriffe:

    • an der Niere: Nephrektomie (laparoskopisch)
    • Blasenteilresektion
    • Harnleiterneueinpflanzung

  • Erlernen und Durchführung der transurethralen und endoskopischen urologischen Eingriffe

    • an der Blase: TUR-Blase (monopolar/bipolar)
    • an der Prostata: TUR-P (monopolar/bipolar)
    • am Harnleiter: Ureterorenoskopie
    • an der Niere: percutane Nephrolapaxie

  • Gutachtenerstellung
  • Teilnahme an interner Fortbildung (immer Montags)
  • Journal Club (monatlich Donnerstags)

 

Ab dem 4. Weiterbildungsjahr wird eine mindestens 1-monatige Hospitation in der Urologischen Klinik der MHH angeboten (wird von der Urologischen Klinik organisiert).

Ab dem 5. Weiterbildungsjahr erfolgt eine mindestens 1-monatige Hospitation in einer Urologischen Praxis (Wolfsburg oder Braunschweig), die von der Klinik organisiert wird.

Zur Optimierung der Weiterbildung wird jedem Weiterbildungsassistenten ein Oberarzt als Tutor zugeteilt. Mit dem Tutor finden monatliche Gespräche (mindestens 1 Stunde) über den Stand der Weiterbildung statt.

Weiterbildungsgespräche mit dem Chefarzt finden im halb-jährlichem Abstand statt.

Die andrologische Weiterbildung (Spermiogramme) findet im Rahmen einer Kooperation mit dem Kinderwunschzentrum Langenhagen im Hause im Rahmen der Kinderwunschsprechstunde statt.

Kenntnisse in der Urinzytologie werden in Kooperation mit dem Institut für klinische Pathologie (Chefarzt Dr. A. Reinecke-Lüthge) erworben.

Mikrobiologische Kenntnisse werden in Kooperation mit dem Institut für Labormedizin (Chefärztin Dr. B. Rothe) erworben.

Weiterbildungsbudget:

Für jeden Mitarbeiter steht ein festes jährliches Fortbildungsbudget zur Verfügung zur Finanzierung von Fortbildungen und Kongressen