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Unfallchirurgie / Orthopädie

Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie

Weiterbildungscurricula

  • Curriculum Unfallchirurgie

    1. Einleitung

    Das Klinikum Wolfsburg befindet sich in der Trägerschaft der Stadt Wolfsburg. Das Klinikum Wolfsburg ist mit 547 stationären Betten eines der größten Krankenhäuser Niedersachsens und ist Akademisches Lehrkrankenhaus (ALK) der Medizinischen Hochschule Göttingen. Seit dem 17.01.2022 ist der Medizincampus Wolfsburg als Außenstell der Medizinischen Hochschule Göttingen in Betrieb und erweitert die Ausbildungskapazitäten von Göttingen um 60 Studienplätze.
    Wir sind ein Schwerpunktkrankenhaus mit Spezialkliniken und erfüllen den Versorgungsauftrag für ein Einzugsgebiet von ca. 180.000 Einwohnern. Mit rund 2200 engagierten Mitarbeitern, die sich um das Wohl der Patienten kümmern, ist unser Haus als kommunale Einrichtung der Stadt Wolfsburg nach Volkswagen einer der größten Arbeitgeber vor Ort. Im Klinikum gibt es 20 Kliniken, Institute und Fachbereiche. Jährlich werden ca. 32000 stationäre und 60000 ambulante Patienten behandelt.

    2. Weiterbildende Ärzte

    Als Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Handchirurgie, spezielle Unfallchirurgie und spezielle orthopädische Chirurgie, Manuelle Medizin, Notfallmedizin bietet PD Dr. med. Alexander Wegner mit seinem Team (Dr. med Christoph Eichholz, Dr. med. Axel Gänsslen, Michael Zumbaum, Dr. med. Marius Ambrock, Sebastian Kunz, Mohammed Sahbel und Hamed Almokdad, Dr. med. Gunter Wilhelm, Dr. med. Stephan Bornhardt) die Diagnostik, Therapie und Nachsorge der gesamten Breite der konservativen sowie operativen chirurgisch-unfallchirurgischen Behandlung an. Dazu gehören die Untersuchungen des Skeletts, Sonographie von Muskeln und Sehnen des Bewegungsapparates sowie die Behandlung von chronischen Wunden. Weiterhin gehört die akute Notfallversorgung von Verletzungen im Rahmen und Arbeits- und privaten Unfällen sämtlicher Körperregionen zum Spektrum. Zu diesem Zweck wird ein interdisziplinärer Schockraum vorgehalten und das Klinikum Wolfsburg ist als regionales Traumazentrum zertifiziert. Entsprechend wird die Notfallchirurgie und Polytraumaversorgung jeglicher Schweregrade im Klinikum Wolfsburg behandelt und abgebildet. Daneben hat die Beckenchirurgie einen Schwerpunkt in der Klinik.
    Neben der Notfallversorgung ist die Klinik als Endoprothesenzentrum zertifiziert und bietet somit die Versorgung aller Gelenke mit Endoprothesen an (Hüfte, Knie Sprunggelenk, Schulter, Ellenbogen). Meist besteht der Grund für die Versorgung mit einer Endoprothese aufgrund von Arthrose und degenerativen veränderungen, allerdings gibt es auch posttruamatische Zustände die eine entsprechende Versorgung notwendig machen. Zusätzlich werden traumatische und degenerative Veränderungen der Wirbelsäule in der Klinik behandelt.

    3. Weiterbildungsinhalte

    Gemäß den Anforderungen der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Niedersachsen und den Richtlinien vom 01.05.2005, geändert zum 18.01.2016, können wir am Klinikum Wolfsburg den Erwerb folgender Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten vermitteln:

    - Zusätzlich wird die Teilnahme an externen Fortbildungen und Kongressen ausdrücklich unterstützt.

    4. Weiterbildungsablauf (Struktur)

    Die 72 Monate Weiterbildungszeit gliedern sich folgendermaßen:

    60 Monate Weiterbildung in der Kernklinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie

    1. Block (ca. 2 Monate): Einführung in die Dienststruktur, Sprechstunden, Röntgen und Ultraschalldiagnostik sowie Versorgungen von kleineren akuten Verletzungen.
    2. Block (ca. 6 Monate): Rotation in die Notfallambulanz als vollschichtige Tätigkeit. Hier werden die Fähigkeiten des 1. Blockes vertieft und soweit verfestigt, dass diese im Dienst selbständig erbracht werden können
    3. Block (ca. 6 Monate): Rotation auf die Intensivstation zur vollschichtigen Arbeit unter Supervision der Anästhesie.
    4. Block (ca 10 Monate): Rotation ins Team Sporttraumatologie und Sportorthopädie. Konservative und operative Therapie der entsprechenden Verletzungen. (Dr. Willhelm und Dr. Bornhard, Sebastian Kunz Mannschaftsärzte des VFL Wolfsburg)
    5. Block (18 Monate): Allgemeine Orthopädie und Unfallchirurgie. Betreuung des OP, Schockraumes. Durchführung der BG-Sprechstunde und aller Spezialsprechstunden (Hand/Fuß/Schulter/Trauma/Wirbelsäule)
    6. Block (18 Monate): Rotation in die Endoprothetik mit operativer Ausbildung und konservativer Therapie.

    12 Monate Rotation ins MVZ des Klinikum Wolfsburg

    1. Block (ca. 3 Monate): Einführung in die chirurgische / unfallchirurgische Sprechstunde, Röntgen- und Ultraschalldiagnostik, Versorgung von akuten Verletzungen und chronische Wunden, Behandlung akuter Notfälle, Anamnese- und Befunderhebung etc.
    2. Block (ca. 3 Monate): Einführung in die orthopädische Sprechstunde, Röntgen- und Ultraschalldiagnostik, Schwerpunkt konservative Behandlungsverfahren, Akupunktur, Chirotherapie etc.
    3. Block (ca. 3 Monate): Vertiefung der chirurgischen Sprechstunde, ambulante Operationen, Arbeitsunfälle / D-Arzt-Verfahren, Erstellung von Gutachten
    4. Block (ca. 3 Monate): Vertiefung der orthopädischen Sprechstunde, Schwerpunkt Sportmedizin, orthopädische ambulante Operationen Während der Weiterbildungszeit wird der/die Weiterbildungsassistent/in je nach Erfahrungsstand von einem der Fachärzte angeleitet und begleitet. Die Evaluierung des Wissenstandes erfolgt in regelmäßig stattfindenden Mitarbeitergesprächen.

    Während der Weiterbildung werden regelhaft Dienste absolviert und der Fortschritt der Weiterbildung in regelmäßigen Mitarbeitergesprächen überprüft. Außerdem werden alle Mitarbeiter ATLS geschult und die aktive Teilnahme am DKOU und anderen Kongressen gefördert. Weiterhin werden jeden Montag Frühfortbildungen der Klinik durchgeführt, an denen alle Mitarbeiter Teilnehmen und auch selbständig Vorträge halten müssen. Des Weiteren ist die Fortbildungsreihe bei der Ärztekammer als Fortbildung angemeldet und zertifiziert.

    PD Dr. med. Alexander Wegner

  • Curriculum Spezielle Unfallchirurgie

    1. Einleitung

    Das Klinikum Wolfsburg befindet sich in der Trägerschaft der Stadt Wolfsburg. Das Klinikum Wolfsburg ist mit 547 stationären Betten eines der größten Krankenhäuser Niedersachsens und ist Akademisches Lehrkrankenhaus (ALK) der Medizinischen Hochschule Göttingen. Seit dem 17.01.2022 ist der Medizincampus Wolfsburg als Außenstell der Medizinischen Hochschule Göttingen in Betrieb und erweitert die Ausbildungskapazitäten von Göttingen um 60 Studienplätze.

    Wir sind ein Schwerpunktkrankenhaus mit Spezialkliniken und erfüllen den Versorgungsauftrag für ein Einzugsgebiet von ca. 180.000 Einwohnern. Mit rund 2200 engagierten Mitarbeitern, die sich um das Wohl der Patienten kümmern, ist unser Haus als kommunale Einrichtung der Stadt Wolfsburg nach Volkswagen einer der größten Arbeitgeber vor Ort. Im Klinikum gibt es 20 Kliniken, Institute und Fachbereiche. Jährlich werden ca. 32000 stationäre und 60000 ambulante Patienten behandelt.


    2. Weiterbildende Ärzte

    Als Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Handchirurgie, spezielle Unfallchirurgie und spezielle orthopädische Chirurgie, Manuelle Medizin, Notfallmedizin bietet PD Dr. med. Alexander Wegner mit seinem Team (Dr. med Christoph Eichholz, Dr. med. Axel Gänsslen, Michael Zumbaum, Dr. med. Marius Ambrock, Sebastian Kunz, Mohammed Sahbel und Hamed Almokdad, Dr. med. Gunter Wilhelm, Dr. med. Stephan Bornhardt) die Diagnostik, Therapie und Nachsorge der gesamten Breite der konservativen sowie operativen chirurgisch-unfallchirurgischen Behandlung an. Dazu gehören die Untersuchungen des Skeletts, Sonographie von Muskeln und Sehnen des Bewegungsapparates sowie die Behandlung von chronischen Wunden. Weiterhin gehört die akute Notfallversorgung von Verletzungen im Rahmen und Arbeits- und privaten Unfällen sämtlicher Körperregionen zum Spektrum. Zu diesem Zweck wird ein interdisziplinärer Schockraum vorgehalten und das Klinikum Wolfsburg ist als regionales Traumazentrum zertifiziert. Entsprechend wird die Notfallchirurgie und Polytraumaversorgung jeglicher Schweregrade im Klinikum Wolfsburg behandelt und abgebildet. Daneben hat die Beckenchirurgie einen Schwerpunkt in der Klinik.

    Neben der Notfallversorgung ist die Klinik als Endoprothesenzentrum zertifiziert und bietet somit die Versorgung aller Gelenke mit Endoprothesen an (Hüfte, Knie Sprunggelenk, Schulter, Ellenbogen). Meist besteht der Grund für die Versorgung mit einer Endoprothese aufgrund von Arthrose und degenerativen veränderungen, allerdings gibt es auch posttruamatische Zustände die eine entsprechende Versorgung notwendig machen. Zusätzlich werden traumatische und degenerative Veränderungen der Wirbelsäule in der Klinik behandelt.

    Im Rahmen der Ausbildung zum speziellen Unfallchirurgen werden schon im Facharzt vor Antritt der Zusatzweiterbildung die Grundlagen der Unfallchirurgie und Biomechanik gelegt und vermittelt. In unserer Klinik sind alle wichtigen Zusatzbezeichungen (Spezielle Unfallchirurgie, Spezielle Orthopädische Chirurgie, Handchirurgie, Notfallmedizin, manuelle Therapie, Sportmedizin) vorhanden. Entsprechend werden Inhalte des gesamten Faches Orthopädie und Unfallchirurgie aus mehreren Blickwinkeln vermittelt:
     

    1. Im Rahmen der Weiterbildung wird das Schockraummanagement und die Behandlung von traumatischen Notfallpatienten besonders berücksichtigt. Hierfür werden alle Mitarbeiter der Klinik mittels ATLS-Kurses geschult und zum Trauma Leader ausgebildet.
    2. Weiterhin sind in der Weiterbildungszeit die AO Kurse zur Vertiefung der Grundlagen als unterstützende Maßnahme vorgesehen. Wöchentlich findet eine bei ihnen zertifizierte Frühfortbildung aus dem chirurgischen Bereich in Zusammenarbeit mit der Viszeralchirurgie in unserer Klinik statt, in der jeder Mitarbeiter reihum Vorträge präsentieren muss.
    3. Weiterhin ist die operative Versorgung von Notfallpatienten mit muskuloskeletalen Verletzungen ein wesentlicher Schwerpunkt der täglichen klinischen Arbeit und Tätigkeit im Operationsbereich. Entsprechend werden die verschiedenen Behandlungskonzepte wie „Early total care“ und „Damage Control Orthopedics“ Leitliniengerecht und der aktuellen Literatur entsprechend umgesetzt und gelehrt. Im Rahmen hiervon werden abhängig von der Verletzungsschwere und der Weichteilsituation Osteosynthesen mittels Fixateur zur temporären Versorgung und nachfolgender Stabilisierung auf der Intensivstation bis zur endgültigen Versorgung durchgeführt. Des Weiteren werden die nachfolgenden Behandlungen interdisziplinär mit den Kollegen der Viszeralchirurgie und Neurochirurgie (Fachärzte vor Ort) geplant und durchgeführt.
    4. Rekonstruktive Maßnahmen der Weichteile werden in Zusammenarbeit mit der Plastischen Chirurgie oder aber bei überschaubaren lokalen Verhältnissen selbständig an der Klinik durchgeführt.
    5. Die verschiedenen Osteosynthesetechniken wie extramedulläre Plattenfixateure und intramedulläre Nagelosteosynthesen genauso wie minimalinvasive Verfahren, werden regelhaft in der Klinik angewandt und ausgebildet.
    6. Es ist eine Freistellung zum Besuch eines Beckenkurses innerhalb der Weiterbildung geplant, damit die Mitarbeiter im Verlauf auch an schwierige und aufwendige Operationsverfahren wie komplexe Beckenverletzungen und anstehenden Osteosynthesen einschließlich minimalinvasiver Verfahren herangeführt werden.
    7. Die Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie verfügt über ein Wirbelsäulenzentrum. Innerhalb des Zentrums findet eine enge Kooperation zu den ebenso
      dort tätigen Neurochirurgen statt. Entsprechend ist die Fallzahl an operativen Eingriffen an der Wirbelsäule mit wechselnden Schwierigkeitsgraden dorsoventral hoch, was eine ausgiebige Ausbildung in der Versorgung von Wirbelkörperfrakturen, Fehlstellungen sowie intradurale Operationen implementiert. Im Rahmen der Weiterbildung wird auch an den Wirbelkörperersatz als entsprechend aufwendige und gefährliche Operation herangeführt, da dorsoventrale Versorgungen bei Frakturen und auch bei degenerativen Erkrankungen regelhaft durchgeführt werden.
    8. Die Klinik betreibt ein zertifiziertes Endoprothesen Zentrum, wo entsprechende Frakturen der unteren Extremität, sowie periprothetische Frakturen und septische Krankheitsbilder mit entsprechen großer Häufigkeit im Alltag vorkommen und ausgebildet werden. Die Leitliniengerechte Therapie mit operativer Maßnahme und antibiotischer Therapie wird entsprechend häufig in unserem Haus durchgeführt und gelehrt.
    9. Pathologische Frakturen werden in Zusammenhang mit dem Tumorboard interdisziplinär behandelt und seitens unserer Klinik operativ versorgt.
    10. Die Klinik verfügt über eine Sektion Sprottraumatologie, so dass komplexe Sportverletzungen und arthroskopische Therapien ebenfalls fester Bestandteil der traumatologischen Weiterbildung sind.
    11. Zu guter Letzt werden die Arbeitsunfälle über die BG-Sprechstunde behandelt, ebenso wie die Folgezustände nach Unfällen mit persistierenden Beschwerden und notwendigen Korrekturmaßnahmen.
    12. Im Rahmen der Arbeit und der Ausbildung in unserer Klinik als Lehrkrankenhaus der Universität Göttingen mit Lehrtätigkeit mit Studenten in Rahmen von Seminaren und Bedsideteaching mit Beteiligung aller ärztlichen Mitarbeiter und ansässigem Medizincampus findet entsprechend auch die wissenschaftliche und studentische Lehre regelhaft statt.
  • Curriculum Spezielle Orthopädie

    1. Einleitung


    Das Klinikum Wolfsburg befindet sich in der Trägerschaft der Stadt Wolfsburg. Das Klinikum Wolfsburg ist mit 547 stationären Betten eines der größten Krankenhäuser Niedersachsens und ist Akademisches Lehrkrankenhaus (ALK) der Medizinischen Hochschule Göttingen. Seit dem 17.01.2022 ist der Medizincampus Wolfsburg als Außenstell der Medizinischen Hochschule Göttingen in Betrieb und erweitert die Ausbildungskapazitäten von Göttingen um 60 Studienplätze.
    Wir sind ein Schwerpunktkrankenhaus mit Spezialkliniken und erfüllen den Versorgungsauftrag für ein Einzugsgebiet von ca. 180.000 Einwohnern. Mit rund 2200 engagierten Mitarbeitern, die sich um das Wohl der Patienten kümmern, ist unser Haus als kommunale Einrichtung der Stadt Wolfsburg nach Volkswagen einer der größten Arbeitgeber vor Ort. Im Klinikum gibt es 20 Kliniken, Institute und Fachbereiche. Jährlich werden ca. 32000 stationäre und 60000 ambulante Patienten behandelt.
     

    2. Weiterbildende Ärzte

    Als Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Handchirurgie, spezielle Unfallchirurgie und spezielle orthopädische Chirurgie, Manuelle Medizin, Notfallmedizin bietet PD Dr. med. Alexander Wegner mit seinem Team (Dr. med Christoph Eichholz, Dr. med. Axel Gänsslen, Michael Zumbaum, Dr. med. Marius Ambrock, Sebastian Kunz, Mohammed Sahbel und Hamed Almokdad, Dr. med. Gunter Wilhelm, Dr. med. Stephan Bornhardt) die Diagnostik, Therapie und Nachsorge der gesamten Breite der konservativen sowie operativen chirurgisch-unfallchirurgischen und orthopädischen Behandlung an. Dazu gehören die Untersuchungen des Skeletts, Sonographie von Muskeln und Sehnen des Bewegungsapparates sowie die Behandlung von chronischen Wunden. Weiterhin gehört die akute Notfallversorgung von Verletzungen im Rahmen und Arbeits- und privaten Unfällen sämtlicher Körperregionen zum Spektrum. Zu diesem Zweck wird ein interdisziplinärer Schockraum vorgehalten und das Klinikum Wolfsburg ist als regionales Traumazentrum zertifiziert. Entsprechend wird die Notfallchirurgie und Polytraumaversorgung jeglicher Schweregrade im Klinikum Wolfsburg behandelt und abgebildet. Daneben hat die Beckenchirurgie einen Schwerpunkt in der Klinik.

    Neben der Notfallversorgung ist die Klinik als Endoprothesenzentrum zertifiziert und bietet somit die Versorgung aller Gelenke mit Endoprothesen an (Hüfte, Knie Sprunggelenk, Schulter, Ellenbogen). Meist besteht der Grund für die Versorgung mit einer Endoprothese aufgrund von Arthrose und degenerativen Veränderungen, allerdings gibt es auch posttraumatische Zustände, die eine entsprechende Versorgung notwendig machen. Zusätzlich werden traumatische und degenerative Veränderungen der Wirbelsäule in der Klinik behandelt. Ebenso gibt es eine Sportmedizinische Sektion, die sich mit Verletzungen und degenerativen Zuständen bei Sportlern kümmert. Wir betreuen den Profifußball der Männer und Frauen des VFL Wolfsburg und auch die Eishockeyspieler der Grisslys Wolfsburg.

    Im Rahmen der Ausbildung zum speziellen orthopädischen Chirurgen werden schon im Facharzt vor Antritt der Zusatzweiterbildung die Grundlagen der Unfallchirurgie/ Orthopädie und Biomechanik gelegt und vermittelt. In unserer Klinik sind alle wichtigen Zusatzbezeichungen (Spezielle Unfallchirurgie, Spezielle Orthopädische Chirurgie, Handchirurgie, Notfallmedizin, manuelle Therapie, Sportmedizin) vorhanden. Entsprechend werden Inhalte des gesamten Faches Orthopädie und Unfallchirurgie aus mehreren Blickwinkeln vermittelt:

    1. Im Rahmen der Weiterbildung wird das Schockraummanagement und die Behandlung von traumatischen Notfallpatienten besonders berücksichtigt. Hierfür werden alle Mitarbeiter der Klinik mittels ATLS-Kurses geschult und zum Trauma Leader ausgebildet.
    2. Weiterhin sind in der Weiterbildungszeit die AO Kurse und AE Kurse zur Vertiefung der Grundlagen als unterstützende Maßnahme vorgesehen. Wöchentlich findet eine bei ihnen zertifizierte Frühfortbildung aus dem Orthopädisch/Unfallchirurgischen Bereich in unserer Klinik statt, in der jeder Mitarbeiter reihum Vorträge präsentieren muss.
    3. Weiterhin ist die operative Versorgung von Notfallpatienten mit muskuloskeletalen Verletzungen und degenerativen Zuständen ein wesentlicher Schwerpunkt der täglichen klinischen Arbeit und Tätigkeit im Operationsbereich. Entsprechend werden die verschiedenen Behandlungskonzepte wie „Early total care“ und „Damage Control Orthopedics“ Leitliniengerecht und der aktuellen Literatur entsprechend umgesetzt und gelehrt. Im Rahmen hiervon werden abhängig von der Verletzungsschwere und der Weichteilsituation Osteosynthesen mittels Fixateur zur temporären Versorgung und nachfolgender Stabilisierung auf der Intensivstation bis zur endgültigen Versorgung durchgeführt. Des Weiteren werden die nachfolgenden Behandlungen interdisziplinär mit den Kollegen der Viszeralchirurgie und Neurochirurgie (Fachärzte vor Ort) geplant und durchgeführt. Weiterhin werden alle Arten von degenerativen Zuständen mit entsprechenden Operationsmethoden (Endoprothetik, Arthroskopische Behandlung mit Knorpeltherapie und Sehnenrekonstruktion, Wiederherstellung der Biomechanischen Achsen der Extremitäten) behandelt.
    4. Rekonstruktive Maßnahmen der Weichteile werden in Zusammenarbeit mit der Plastischen Chirurgie oder aber bei überschaubaren lokalen Verhältnissen selbständig an der Klinik durchgeführt. Ebenso werden motorische Insuffizienzen durch Nervenrekonstruktionen oder Sehnenrekonstruktion oder auch Motorischen Ersatzoperationen durchgeführt bei entsprechender Indikation.
    5. Die verschiedenen Osteosynthesetechniken wie extra medulläre Plattenfixateure und intramedulläre Nagelosteosynthesen genauso wie minimalinvasive Verfahren oder auch der endoprothetische Gelenkersatz, werden regelhaft in der Klinik angewandt und ausgebildet.
    6. Der Besuch von Kursen der AE zum Thema Endoprothetik und Behandlung der septischen Gelenkerkrankungen werden gefördert. Hierfür wird Fortbildungsurlaub gewährt und die Kosten in der Regel auch von der Klinik übernommen.
    7. Die Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie verfügt über ein Wirbelsäulenzentrum. Innerhalb des Zentrums findet eine enge Kooperation zu den ebenso dort tätigen Neurochirurgen statt. Entsprechend ist die Fallzahl an operativen Eingriffen an der Wirbelsäule mit wechselnden Schwierigkeitsgraden dorsoventral hoch, was eine ausgiebige Ausbildung in der Versorgung von Wirbelkörperfrakturen, Fehlstellungen sowie intradurale Operationen implementiert. Im Rahmen der Weiterbildung wird auch an den Wirbelkörperersatz als entsprechend aufwendige und gefährliche Operation herangeführt, da dorsoventrale Versorgungen bei Frakturen und auch bei degenerativen Erkrankungen regelhaft durchgeführt werden.
    8. Die Klinik betreibt ein zertifiziertes Endoprothesen Zentrum, wo entsprechende Frakturen der unteren Extremität, sowie periprothetische Frakturen und septische Krankheitsbilder mit entsprechen großer Häufigkeit im Alltag vorkommen und ausgebildet werden. Die Leitliniengerechte Therapie mit operativer Maßnahme und antibiotischer Therapie wird entsprechend häufig in unserem Haus durchgeführt und gelehrt, ebenso wie der primäre Endoprothetische Ersatz oder auch der komplexe Wechsel von Komponenten oder kompletter Prothesen.
    9. Pathologische Frakturen werden in Zusammenhang mit dem Tumorboard interdisziplinär behandelt und seitens unserer Klinik operativ versorgt.
    10. Die Klinik verfügt über eine Sektion Sprottraumatologie, so dass komplexe Sportverletzungen und arthroskopische Therapien ebenfalls fester Bestandteil der traumatologischen und orthopädischen Weiterbildung sind.
    11. Zu guter Letzt werden die Arbeitsunfälle über die BG-Sprechstunde behandelt, ebenso wie die Folgezustände nach Unfällen mit persistierenden Beschwerden und notwendigen Korrekturmaßnahmen.
    12. Im Rahmen der Arbeit und der Ausbildung in unserer Klinik als Lehrkrankenhaus der Universität Göttingen mit Lehrtätigkeit mit Studierenden in Rahmen von Seminaren und Bedsideteaching mit Beteiligung aller ärztlichen Mitarbeitenden und ansässigem Medizincampus findet entsprechend auch die wissenschaftliche und studentische Lehre regelhaft statt.

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Sekretariat
Jana Kaiser (Assistenz)
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Tel. 05361 80-1241
Fax 05361 80-1276

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