Dysplasiezentrum

Dysplasiezentrum

Das Dysplasiezentrum der Frauenklinik ist zertifiziert nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe und der Arbeitsgemeinschaft Zervix-Pathologie und Kolposkopie AG-CPC.

Durch minimal-invasive Diagnostik und Therapie erhöht das Dysplasiezentrum die Sicherheit der Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge. Unnötige Diagnostik und Therapie werden so vermieden.

Warum Vorsorge?

Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) ist in Ländern ohne Vorsorge eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen. In Deutschland erkranken etwa jährlich 5.000 Frauen. Es wird angenommen, dass ohne Vorsorge mehr als 30.000 Fälle auftreten würden. Aufgrund der langsamen Entwicklung des Zervixkarzinoms kann die Erkrankung bereits in Vorstadien erkannt und die Krebsentstehung verhindert werden.

Welche Vorsorge?

Voraussetzung für die Entstehung des Zervixkarzinoms ist eine über viele Jahre anhaltende Infektion mit bestimmten Humanen Papillomaviren (HPV). Ein Teil dieser Infektionen führt zu leichten Zellveränderungen die sich in den besten Fällen wieder zurückbilden und nur ein relativ kleiner Teil dieser Infektionen entwickelt sich dann zu Krebsvorstufen. Auch diese Veränderungen können bei einem Teil der betroffenen Frauen vom eigenen Immunsystem abgebaut werden. Ziel der bisherigen Krebsvorsorge mit jährlichen Abstrichen ist die Entdeckung von Krebsvorstufen. Die Aufgabe der Dysplasiesprechstunde / des Dysplasiezentrums ist es zu klären, in welchen Fällen ohne Gefahr der Verlauf abgewartet und in den meisten Fällen eine Selbstheilung erreicht werden kann und welche Patientinnen einen aktiven Schutz durch schonende Eingriffe am Muttermund benötigen. 

Mehrere große internationale Studien und auch ein in Wolfsburg seit 2006 laufendes Pilotprojekt konnten zeigen, dass für Frauen ab 30 Jahren eine Kombination aus HPV-Testung und dem Standardvorsorgeabstrich einen noch besseren Schutz vor der Entstehung von Zervixkarzinomen bietet.

Mehrere Länder wie z.B. Australien und die Niederlande planen bereits eine Umstellung auf ein solches Vorsorgekonzept, dazu bedarf es allerdings mehr als einer schlichten zusätzlichen HPV-Testung. Eine entsprechende Änderung der Vorsorge wird derzeit vom Bundesministerium geprüft, bis auf weiteres bleibt aber die jährliche Vorsorge mit zytologischen Abstrich Standard.

Weiterführende Informationen zum Thema Vorsorgebefunde und Dysplasiezentrum können Sie sich hier herunterladen: Patienteninformation

Dysplasiesprechstunde: Dienstag 8-16 Uhr und Donnerstag 12-17 Uhr


Terminvergabe über das Sekretariat der Frauenklinik:

Tel.: 05361 80-1270
Fax: 05361 80-1613
E-Mail
    

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Zentrumsleiterin

Priv.-Doz. Dr. med. Mignon-Denise Keyver-Paik 

Chefärztin
Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Schwerpunktbezeichnung Gynäkologische Onkologie
Schwerpunktbezeichnung Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin

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Stellver. Zentrumsleiterin & Studienkoordinatorin

Dr. med. Agnieszka Denecke

Oberärztin
Fachärztin für Frauenheilkunde
Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie

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Ärztlicher Mitarbeiter

Dua E'mar

Arzt in Weiterbildung

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Studienassistenz Dysplasie-Einheit

Ina Einhorn