Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und Psychosomatik
Weiterbildungscurricula
An der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin bestehen folgende Weiterbildungsermächtigungen:
- Gebiet Pädiatrie: 60 Monate (Prof. Dr. med. Jacqueline Bauer)
- Schwerpunkt Neonatologie: 24 Monate (Prof. Dr. med. Jacqueline Bauer und OÄ Dr. med. Nele Howold)
- Schwerpunkt Pädiatrische Hämatologie und Onkologie: 18 Monate (OA Dr. med. Sally Mukodzi und OÄ Dr. med. Adina Biering) im Klinikum Wolfsburg, verbleibende 6 Monate in Kooperation mit anderen Universitätskliniken (KMT-Station, Hämostaseologie)
- Schwerpunkt Neuropädiatrie: 24 Monate (Dr. med. Peter Möller)
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Curriculum Pädiatrie
1. Jahr – der Einstieg
- Erster Einsatzort: z.B. Infektionsstation
- Die organisatorischen Abläufe in der Kinderklinik kennenlernen
- Innere Strukturen der Kinderklinik
- Innere Strukturen des Klinikums Wolfsburg
- Arbeiten in einem interprofessionellen Team
- Richtlinien und Dienstanweisungen
- Kommunikation mit Patienten, Eltern, Schwestern, Kollegen
- Patienten- und Elterngespräche
- Visiten vorbereiten, durchführen, nacharbeiten
- Vorstellen von Patienten in Besprechungen und Konferenzen
- Arztbriefe und Konsil-Anfragen erstellen
- Grundfertigkeiten lernen und anwenden (beispielhaft)
- Strukturierte Anamnese
- Untersuchung von Kindern aller Altersgruppen
- Blutentnahme, venöse Zugänge, Lumbalpunktion
- Erste Schritte in der Sonographie
- Sicherheitskultur erlernen / Eigenkontrolle
- Medizinische Kenntnisse erwerben (beispielhaft)
- Erste ärztliche Hilfe (BPLS / EPLS)
- Häufige klinische Krankheitsbilder
- Häufige klinische Diagnostik
- Häufige klinische Therapie
- In der Notfallambulanz arbeiten
- Spätdienste
- Nachtdienste (Bereitschaftsdienst)
- Dokumentation erlernen (z.B. KIS)
- Berufs- Arbeits- Tarif- Sozialrecht
2. Jahr – die Vertiefung
- Einsatzort auch Aufnahmestation, operative Kinder, Hämato-Onkologie
- Neonatologie im Nicht-Intensivbereich
- Schwierige Gespräche lernen
- Grund-Fertigkeiten weiter entwickeln
- Sonographie berufsbegleitend lernen
- Abdomensonographie
- Sonographie ableitende Harnwege
- Auch Sono-Kurse besuchen
- Medizinische Kenntnisse vertiefen, auch für seltenere Krankheitsbilder, ergänzende Diagnostik, diagnostisch-therapeutische Pfade
- Weiter in der Notfallambulanz arbeiten (s.o.)
3. Jahr – Neonatologie und Intensivmedizin
- Einarbeitung auf Station E7 (Intensivstation)
- Spezifische Stationsabläufe
- Erstversorgung von Neugeborenen und größeren Frühgeborenen
- Betreuung von intensivpflichtigen Neu- und Frühgeborenen auf Station mit allen dazugehörigen Aspekten wie (beispielhaft):
- Spezielle Krankheitsbilder
- Spezielle Pharmakotherapie
- Spezielle Infusionstherapie
- Temperaturmanagement
- Spezielle Prozeduren wie Nabelgefäßkatheter oder ZVK
- Betreuung von intensivpflichtigen größeren Kindern auf Station
- Intubation, Beatmung, Entwöhnung vom Respirator
- Vertiefung der Sonographie, insbesondere
- Schädelsonographie mit Doppler
- Abdomensonographie beim neugeborenen Kind
- Hüftsonographie
- Spät- und Nachtdienste auf Station E7
- Betreuung der Kinder auf der Wochenstation
4. Jahr – in allen Bereichen arbeiten
- Dienst auf allen Stationen des Hauses
- Nachtdienste wechselnd sowohl auf Intensiv als auch in der Notfallambulanz
- Vertiefung der medizinischen Kenntnisse in allen Bereichen
- Spezialkenntnisse in Schwerpunkten je nach eigener Präferenz
- Auffrischung der notfallmedizinischen Kurse (EPLS)
- Besuch von Kongressen, Kursen, Repetitorien
- Unterricht in der Kinderkrankenpflege übernehmen
5. Jahr – Vorbereitung auf die Prüfung
- Dienst auf allen Stationen des Hauses
- Sicherheit in den medizinischen Entscheidungen anstreben
- Anleitung und Einarbeitung jüngerer Kollegen
- Strukturiertes Lernen für die Facharztprüfung
- Gedanken zur weiteren beruflichen Entwicklung (Praxis? Klinik? Andere Bereiche?)
- Eigene inhaltliche Schwerpunkte und Perspektiven entwickeln. Beispiele:
- Neonatologie
- Hämato-Onkologie
- Psychosomatik
- Sozialpädiatrie
- Neuropädiatrie, EEG
- Endokrinologie, Diabetes
Der Zeitplan ist eine Orientierung, aber im Detail unverbindlich, da die verschiedenen Stationen und Dienstformen besetzt werden müssen. Das erfordert eine hohe Flexibilität.
Die Ärzte in der Weiterbildung müssen selbst darauf achten, dass sie die in der jeweils gültigen Weiterbildungsordnung hinterlegten Zeiten, Inhalte und Richtzahlen erfüllen. Eigeninitiative und Einsatzbereitschaft sowie Lernwillen ist insoweit unverzichtbar.
Die konkrete Planung der Einsätze auf den verschiedenen Stationen wird so gestaltet, dass nach 5 Jahren die Anmeldung zur Facharztprüfung in der Regel möglich ist.
Es besteht eine intensive fachliche Betreuung durch den Leitenden Arzt und die Oberärzte.
Üblicherweise findet auf jeder Station täglich eine Oberarzt-Visite statt. Rückfragen an die Oberärzte sind jederzeit möglich. Außerhalb der Dienstzeiten ist immer ein Oberarzt oder Facharzt im Hintergrund erreichbar. Weitere Hintergrunddienste bestehen für Neonatologie und Hämato-Onkologie.Das Klinikum allgemein und die Kinderklinik speziell verfügt über eine Medizinische Bibliothek mit zahlreichen Büchern und Zeitschriften.
Über die Medizinische Bibliothek können schnell und unkompliziert alle verfügbaren medizinischen Artikel beschafft werden, auch wenn die Zeitschriften am Haus selbst nicht gehalten werden.
Die Mitgliedschaft in der Deutschen Gesellschaft für Kinder-und Jugendmedizin ist nicht gefordert, aber empfohlen.
Die aktive Beteiligung am Unterricht in der Schule für Kinderkrankenpflege wird ausdrücklich begrüßt. Dies ist insbesondere in der fortgeschrittenen Phase der Weiterbildung für alle Beteiligten sinnvoll.
Die kollegiale Zusammenarbeit mit niedergelassenen Kinderärzten, mit anderen Kinderkliniken und mit den verschiedenen Kliniken und Instituten des Klinikums ist wichtiger Teil der Weiterbildung.
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Curriculum Neonatologie
Einleitung
Bitte letzte aktualisierte Weiterbildungsordnung im Schwerpunkt Neonatologie der Ärztekammer Niedersachsen plus Logbuch entnehmen. Wie schon in der Facharztausbildung Kinder- und Jugendmedizin, ist das Logbuch ein verpflichtender Bestandteil für die Schwerpunkt-Weiterbildung Neonatologie. In diesem Ausbildungslogbuch werden die erworbenen Weiterbildungsinhalte und erbrachten Leistungszahlen dokumentiert.
Das Ziel der Weiterbildung im Schwerpunkt Neonatologie ist der Kinderarzt*in, der befähigt ist, sämtliche neonatologischen Patienten verantwortlich und kompetent zu behandeln. Ärzte*In sollte in der Lage sein, mit der Geburtshilfe im Rahmen des Zentrums für Geburts- und Neugeborerenmedizin sowie mit anderen Fächern und Einrichtungen zum Wohle der kleinen Patienten zusammenzuarbeiten. Ärzte*innen sollten in der Lage sein, eine neonatologische Station oder Bereich fachlich und organisatorisch zu leiten.
Der Ablauf der Weiterbildung im Schwerpunkt Neonatologie gliedert sich in folgende Phasen:
a) Orientierung, Einarbeitung
b) Vertiefungsphase
c) VerantwortungsphaseDie Schwerpunkt-Weiterbildung Neonatologie baut auf der Facharzt-Weiterbildung Kinder- und Jugendmedizin auf. Die Weiterbildung im Schwerpunkt Neonatologie dauert 24 Monate unter Anleitung eines Weiterbildungsermächtigten an zugelassenen Weiterbildungsstätten.
Die jeweiligen Mindestzahlen richten sich nach der jeweils gültigen Weiterbildungsordnung (WBO).
Unbeschadet des kontinuierlichen Austausches zwischen Weiterbilder*in und Arzt*in in der Weiterbildung durch:
- tägliche Oberarztvisite
- wöchentliche Stationsbesprechung
- Fallkonferenzena) Inhalte in der Einarbeitung
Vor Beginn der Weiterbildung sollte der Arzt*in an einem zertifizierten PBLS / EPLS – Kurs teilnehmen. Eine kurze Hospitation in der Anästhesie zur Intubationsübungen erfolgt vor Beginn der Weiterbildung.
Die Einarbeitung beginnt im Normal- und IMC-Bereich der Neonatologie. Hier werden betreut:
- kranke Neugeborene, die nicht intensivpflichtig sind
- Frühgeborene, die nicht mehr intensivpflichtig sind.Kennzeichen des Neo-IMC-Bereiches sind:
- obligates Patientenmonitoring (Pulsoximetrie, Herzfrequenz, Temperatur, bei Bedarf auch EKG, Blutdruck, Oxicardiorespirographie)
- iv- und orale Medikamente
- Infusionstherapie unterstützend
- ggf. Sondenernährung
- Medikamentöse atemanaleptische Therapie (Coffein)
- Vorsorgeuntersuchungen
- Screening-Programme (Stoffwechsel, OAE/AABR, Sonographie Gehirn/Hüfte/Niere-Blase)
- Elternschulung
- Epikrise
- Vorsorgeuntersuchungen
- Entlassungsvorbereitende Organisation, Kontakte zu
Kinderarzt, weiteren niedergelassenen Ärzten
Hebamme, Familienhebamme
ZEUS (Sozialpädiatrisches Zentrum)
Medizintechnik
Jugendamt
Krankenkassen
Sozialen DienstenDie/Der Arzt*in ist mindestens 2 Monate im Neo-Normal oder -IMC-Bereich tätig und erwirbt theoretische und praktische Kenntnisse über
- die allgemeinen und stationsspezifischen Abläufe, Standards und Richtlinien
- die neonatologischen Krankheitsbilder
- die Untersuchung des Neugeborenen einschließlich Vorsorgeuntersuchungen 2
- die Blutentnahme und Anlage von Venenverweilkanülen
- Interpretation von Laborbefunden
- die pharmakologische Therapie des Neugeborenen
- die neonatale Transfusionsmedizin
- die sonographische Untersuchungen des Neugeborenen
- die Ernährung des Neugeborenen, insbesondere Muttermilch-Ernährung
- die klinische Aufnahme nicht kritisch kranker Neugeborener
- die Vorbereitung und Durchführung der Entlassung einschließlich Erstellen
- der Epikrise und Organisation der Nachsorge
- die Elterngespräche, auch zur Entlassung sowie Schulungen der Eltern
- Durchführung und Interpretation der Oxikardiorespirographie/kardiorespiratorische Polygraphie
- die neonatologische Dokumentation und Verschlüsselung nach ICD und OPSDer zweite Teil der Einarbeitung findet auf der Neonatologischen Intensivstation (NICU) statt. Hier werden alle Früh- und Neugeborenen betreut, die intensivpflichtig sind.
Kennzeichen der NICU sind zusätzlich zu den oben genannten Punkten:
- obligates erweitertes Patientenmonitoring (Oxicardiorespirographie, Temperatur, EKG, Blutdruck nichtinvasiv, bei Bedarf auch Blutdruck invasiv, delta-T, ptcO², ptcCO², aEEG)
- Temperatur/Feuchtemanagement (Inkubator, Wärmebett etc.)
- Atemunterstützung und Beatmung mit allen Eskalations- und Deeskalationsstrategien
Konventionelle kontrollierte und assistierte Beatmung (SIMV, IMV, SIPPV, VG, etc.)
Non-invasive Beatmung HFO (Sensormedics, Leonie plus, Babylog 8000)
CPAP (Rachen, binasal, High-Flow-System (OptiFlow, Flowbrille)
Intubation / Extubation
Maskenbeatmung
- Zentrale Katheter (NAK, NVK, Silastik, Preemiecath, Knochennadel)
- Medikamente in allen Applikationsformen einschließlich NO
- Parenterale Ernährung
- Enterale Ernährung mit verschiedenen Zugangswegen, Nahrungsaufbau
- Erstversorgung des Früh/Neugeborenen im Kreißsaal
- Primär- und Sekundärtransport des Früh/NeugeborenenDie ersten 1-2 Monate im NICU-Bereich zählen zur Einarbeitungsphase. Ein*e erfahrene*r Arzt*in ist gleichzeitig auf Station.
Die Ärztin/Der Arzt erwirbt theoretische und erste praktische Kenntnisse über
- die allgemeinen und stationsspezifischen Abläufe, Standards und Richtlinien, insbesondere
Durchführung der Hygiene
Aspekte der Patientensicherheit / Fehlermanagement
- Arbeit im speziellen multiprofessionellen Team der NICU
- die intensivpflichtigen neonatologischen Krankheitsbilder
- die Untersuchung des Früh- und Neugeborenen im Inkubator und Wärmebett
- die Planung und Durchführung der Blutentnahmen peripher und über ZVK
- die Anlage von Venenverweilkanülen
- die Anlage von zentralen Kathetern wie NAK, NVK, zentralperipherer Katheter, Arterienkatheter etc.
- die Lumbalpunktion des Neu- und Frühgeborenen
- Indikationsplanung und Interpretation von Laborbefunden, insbesondere BGA, BZ, Elektrolyte, Hämatologie, Laktat, Bilirubin etc. sowie mikrobiologischer Befunde
- die pharmakologische Therapie des Früh- und Neugeborenen einschließlich „Perfusor“ Medikamenten wie z.B. Katecholaminen
- Erstellen von intensivmedizinischen Therapieplänen
- Die verschiedenen Gerätschaften der Station, insbesondere
Inkubatoren, Wärmebetten
Beatmungsgeräte, CPAP-Geräte
Modulares Patientenmonitoring
Infusionspumpen
Stationslabor (Radiometer 800er Serie)
Transport-Inkubator-System
- Erlernen der multiprofessionellen neonatologischen Visite und Übergabe
- die sonographische Untersuchungen des Früh- und Neugeborenen auf Station, insbesondere Schädelsonographie einschließlich Doppler
- Die Erstversorgung / Reanimation des Neu- und Frühgeborenen > 32. SSW nach der Geburt
- Indikation und Interpretation von Röntgenbildern
- Die Beatmung des Neu- und Frühgeborenen einschließlich Weaning und Atemwegsmanagement (Intubation, Atemgaskonditionierung, Absaugen)
- die parenterale und enterale Ernährung des Früh- und Neugeborenen
- die klinische Aufnahme kritisch kranker Neugeborener
- die Pflege des Früh- und Neugeborenen
- die Vorbereitung der Verlegung auf IMC einschließlich ÜbergabeIn dieser Zeit sollte sich die Ärztin/der Arzt mit den Standardwerken der Neugeborenenintensivtherapie vertraut machen.
b) Inhalte der Vertiefungsphase
In der Vertiefungsphase lernt die/der Arzt*in, alle Inhalte des Schwerpunktes Neonatologie zunehmend selbstständig anzuwenden / zu beherrschen und die Kenntnisse und Fertigkeiten in jeder Hinsicht zu erweitern und zu vertiefen. Insbesondere sollte die sichere Intubation auch unter schwierigen Verhältnissen beherrscht werden. Der Umgang auch mit sehr schwerwiegenden und komplexen Krankheitsbildern wird eingeübt. (auf eine Auflistung wird verzichtet, siehe WBO und einschlägige Standardwerke der Neonatologie)
Die Vertiefung dauert über die gesamte restliche Zeit der Weiterbildung im Schwerpunkt.
In der Vertiefungsphase ist die Ärztin/der Arzt im regulären Dreischichtbetrieb des Perinatalzentrums eingesetzt. Ein neonatologischer Hintergrunddienst ist immer verfügbar.
Zu den erwähnten Kenntnissen und Fähigkeiten der Einarbeitungsphasen kommen zusätzlich:
- Anlage von Drainagen (z.B. Thoraxdrainage)
- Ungewöhnliche Zugangswege zu Gefäßen und Punktionen (Ventrikelpunktion, ossärer Zugang, etc.)
- Kreißsaal-Erstversorgung / Reanimation von Frühgeborenen auch < 32. SSW
- Erstversorgung / Reanimation von kritisch kranken /vital bedrohten Neugeborenen
- Notfallsituationen, respiratorische und kardiale Reanimation auf Station
- Differenzierte Beatmungsverfahren, Surfactanttherapie / LISA, Weaning
- Umfassende Betreuung von VLBW und ELBW auch in der ersten Lebenswoche
- Umgang mit moribunden und sterbenden Kindern, Sterbebegleitung
- die psychosoziale Betreuung der betroffenen Familien einschließlich strukturierter Elterngespräche pränatal, nach Aufnahme, im Verlauf und zur Entlassung sowie Schulungen der Eltern
- Primärer und sekundärer Transport auch kritisch kranker Kinder
- Erstversorgung von Neu / Frühgeborenen in auswärtigen Geburtskliniken (Outborns)
- Grundlagen der Echokardiographie des Früh- und Neugeborenen
- Indikation, Durchführung, Interpretation des aEEG
- Organisation komplexer Versorgungsstrukturen (z.B. Heimbeatmung, häusliche Kinderkrankenpflege, Heim-parenterale-Ernährung)
- Pränatale Visite
- Visite und Vorsorgen auf der Wöchnerinnenstation / Kinderzimmer
- Durchführung von Fallkonferenzen, strukturierte Epikrise komplexer Verläufe
- Durchführung des Qualitätsmanagements (KISS, Neonatalstatistik, Frühgeborenenstudien, etc.)
- Kooperation mit anderen Zentren und Konsiliarfächern einschließlich der korrekten Indikation, sowie mit der Klinikseelsorge
- Juristische Aspekte der Neonatologie
- Entscheidungen an der Grenze der Lebensfähigkeit Während der Vertiefungsphase sollte der Arzt*in
- bereits die Qualifikation „Neugeborenen-Notarzt“ erwerben
- regelmäßig an neonatologischen Kongressen / Fortbildungen teilnehmen
- in der klinikinternen Fortbildung neonatologische Themen bearbeiten
- alle Geräte der NICU sicher beherrschen
- sich an der Weiterentwicklung der Stations-Standards / Behandlungspfade beteiligen
- die neonatologische Literatur (Bücher, Zeitschriften, online) vertiefen
- die Sonographie des Neu- und Frühgeborenen umfassend erlernen
- sich mit dem geburtshilflichen Umfeld umfassend auseinandersetzen.c) Inhalte der Verantwortungsphase
Im letzten Jahr der Weiterbildung im Schwerpunkt tritt neben der fachlichen Vertiefung die Übernahme fachlicher und organisatorischer Verantwortung hinzu. Ziel ist, eine neonatologische Station oder Abteilung selbstständig führen zu können.
Folgende Aspekte gehören - unter Supervision - zu dieser Weiterbildungsphase:
- Einarbeitung von Assistenzärzten, eigene Fortbildungen
- Fachliche Aufsicht der Intensiv-Kinderkrankenpflege, Unterricht Pflege
- Übernahme des neonatologischen Hintergrunddienstes (unter Supervision)
- Kompetenter Gesprächspartner für Geburtshelfer
- Spezielle Kenntnisse über die Strukturen der Neonatologie in Deutschland
- Kenntnisse der Vorgaben des GBA, der nationalen und internationalen Leitlinien
- Wenn möglich Mitgliedschaft und Mitwirkung in der Fachgesellschaft GNPI
- Teilnahme an neonatologischen Arbeitsgruppen / Qualitätszirkeln
- Strukturplanung und Personalplanung der NICU
- Medizincontrolling, Kennzahlen der NICU, Benchmarking, Kostenstrukturen
- Geräteplanung der NICU
- Dienst / und Weiterbildungsplanung der Assistenzärzte
- Planen der Standards / Behandlungspfade der Station bzw. deren Weiterentwicklung
- Neonatologische Netzwerkstrukturen in der Region kennen und nutzen
- CME insbesondere mit neonatologischen Inhalten
- Teilnahme an Studien
- Einweisung von Mitarbeitern an medizinischen Geräten / Medizinprodukten
Prof. Dr. med. Jacqueline Bauer
Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin
Neonatologie, Pädiatrische Intensivmedizin
und ErnährungsmedizinDr. med. Nele Howold
Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin
und Neonatologie -
Curriculum Onkologie
Monat 1-6
- Arbeit auf einer onkologischen Station kennen lernen
- Diagnostikverfahren je nach Entität kennen lernen
- Therapie gemäß Therapieoptimierungsstudien der einzelnen Tumorentitäten bzw. hämato-onkologischen Krankheitsbilder, hämatologische (benigne wie maligne) Krankheitsbilder kennenlernen
- Erlernen von Skills:
- KMP/Stanzbiopsien
- LP
- Sonographien bei hämato-/onkologischen Erkrankungen
- Chemotherapie i.v/i.th.
- Transfusionen
- Behandlung von Nebenwirkungen
- Einführung in die Supportivtherapie
Monat 6-12
- Vertiefung o.g.
- Erstellung von Chemotherapieplänen unter Supervision
- Fallvorstellung interdisziplinär im Rahmen von Tumorkonferenzen
- Aufklärung und situationsgerechte Gesprächsführung einschl. psychosoz. Aspekte im multidisz. Team kennen lernen
Monat 12-18
- Weitere Vertiefung o.g. mit dem Schwerpunkt der selbständigen Durchführung unter Supervision
- Hämatologisches Labor: Durchführung und Auswertung von Differenzial-Blutbildern und Knochenmark lernen
- Nachsorgekonzepte kennen lernen
- Spezialisierte päd. Palliativversorgung kennen lernen