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Patientengeschichte

Zentrum für robotische Chirurgie

Patientengeschichte

19. August 2026

„Ich hatte keine Beschwerden – aber Krebs“

Siegfried Wagner vertraute bei seiner Prostataoperation auf die roboterassistierte Chirurgie in unserem Klinikum

Siegfried Wagner aus Rühen fühlte sich gesund. Der 65-Jährige hatte keine Schmerzen, keine Beschwerden und keinen Grund zur Sorge. Dass sich in seinem Körper eine ernsthafte Erkrankung entwickelt hatte, bemerkte er selbst nicht. Der entscheidende Hinweis kam bei einer Routineuntersuchung und führte zu einer Diagnose, die sein Leben veränderte: Prostatakrebs.

Wagner entschied sich für eine moderne Behandlungsmethode im Klinikum Wolfsburg. Bei seiner Operation kam erstmals bei einer Prostataentfernung das neue Da-Vinci-Operationssystem zum Einsatz. „Ich bin froh, dass ich diese Behandlungsmöglichkeit im Klinikum Wolfsburg bekommen habe“, sagt Wagner.

Alles begann mit einem routinemäßigen Check-up beim Hausarzt: „Hier wurde festgestellt, dass mein PSA-Wert gestiegen war“, erzählt Wagner. Der PSA-Wert kann Hinweise auf Veränderungen der Prostata geben und war bei ihm innerhalb kurzer Zeit auf über sieben geklettert. Eine weitere Untersuchung beim Urologen bestätigte den Verdacht. Eine Gewebeprobe brachte schließlich Gewissheit: Prostatakrebs.

„Das war natürlich erst einmal ein Schock“, erinnert sich Wagner. Zunächst bestand noch Hoffnung, dass sich die Erkrankung möglicherweise langsam entwickelt und nicht sofort operiert werden müsse. Nach engmaschigen Kontrollen, weiteren Untersuchungen und einer Biopsie im Klinikum Wolfsburg stand schließlich aber fest: Eine Operation war erforderlich.

Vertrauen durch persönliche Beratung

Für Siegfried Wagner war die Situation völlig neu. Zuvor war er kaum krank gewesen und hatte noch nie im Krankenhaus gelegen. Umso wichtiger war ihm, die richtige Entscheidung für seine Behandlung zu treffen.

Sein Urologe wies ihn in die Klinik für Urologie im Klinikum Wolfsburg ein. Hier wurde ihm eine Behandlung mit dem neuen Da Vinci-Operationssystem angeboten: einer modernen Methode, die auch bei Prostataoperationen besonders präzise und schonend eingesetzt werden kann.

„Als ich gehört habe, dass ich mit Unterstützung eines Roboters operiert werden soll, war ich erst einmal skeptisch“, blickt Wagner ehrlich und offen zurück.

Diese Sorge verschwand jedoch nach einem ausführlichen Aufklärungsgespräch in der Klinik. Mit Bildern und verständlichen Erklärungen wurde ihm genau gezeigt, wie die roboterassistierte Operation funktioniert.

„Das Gespräch hat mir sehr geholfen. Mir wurde ausführlich erläutert, dass nicht der Roboter selbst operiert, sondern dass der Arzt das System steuert, und auch steuern muss. Der Vorteil ist, dass der Operateur mit Unterstützung des Systems besonders präzise arbeiten kann.“

Präzision bei der Behandlung von Prostatakrebs

Genauigkeit ist bei einer Prostataoperation besonders wichtig, erläutert der Chefarzt der Klinik für Urologie und Leiter des Zentrums für robotische Chirurgie im Klinikum Wolfsburg, Prof. Dr. Florian Fuller: „Die Prostata liegt in einem anatomisch sehr sensiblen Bereich. Im direkten Umfeld verlaufen Nerven und Strukturen, die unter anderem für die Harnkontinenz und die Sexualfunktion eine wichtige Rolle spielen. Unser Ziel ist es deshalb, den Tumor vollständig zu entfernen und dabei das umliegende Gewebe bestmöglich zu schonen.“

Das Da-Vinci-Operationssystem, das im Klinikum Wolfsburg eingesetzt wird, unterstützt die Operateure dabei mit einer hochauflösenden dreidimensionalen Sicht und äußerst präzisen Instrumenten. „So können wir sehr kontrolliert operieren und die Technik erweitert unsere Möglichkeiten, Eingriffe noch schonender durchzuführen“, erklärt Prof. Dr. Fuller.

Gerade bei längeren Operationen sei diese Unterstützung eine große Hilfe. Die Beweglichkeit der Instrumente und die vergrößerte dreidimensionale Darstellung ermöglichen den Ärztinnen und Ärzten eine besonders genaue Arbeit.

„Dass ich so schnell wieder auf den Beinen bin, hätte ich nicht erwartet.“

Den Operationstag ging Siegfried Wagner erstaunlich ruhig an. „Ich war morgens gleich der Erste. Dann ging alles schnell. Es war, als hätte ich einfach eine Nacht geschlafen.“ 

Nach dem Eingriff folgte für ihn die nächste Überraschung: Schmerzen hatte er kaum. „Am Tag nach der Operation konnte ich wieder aufstehen und mich bewegen. Wenige Tage später durfte ich das Klinikum verlassen“, erinnert sich der 65-Jährige.

Statt einer großen Operationsnarbe blieben lediglich sechs kleine Punkte an seiner Bauchdecke zurück – die Zugänge für die Instrumente des Da Vinci-Systems.

„Ich hatte vorher gedacht, dass ich nach so einer Operation länger liegen muss und große Schmerzen habe. Dass ich so schnell wieder auf den Beinen bin, hätte ich nicht erwartet.“

Präzision bei der Behandlung von Prostatakrebs

Genauigkeit ist bei einer Prostataoperation besonders wichtig, erläutert der Chefarzt der Klinik für Urologie und Leiter des Zentrums für robotische Chirurgie im Klinikum Wolfsburg, Prof. Dr. Florian Fuller: „Die Prostata liegt in einem anatomisch sehr sensiblen Bereich. Im direkten Umfeld verlaufen Nerven und Strukturen, die unter anderem für die Harnkontinenz und die Sexualfunktion eine wichtige Rolle spielen. Unser Ziel ist es deshalb, den Tumor vollständig zu entfernen und dabei das umliegende Gewebe bestmöglich zu schonen.“

Das Da-Vinci-Operationssystem, das im Klinikum Wolfsburg eingesetzt wird, unterstützt die Operateure dabei mit einer hochauflösenden dreidimensionalen Sicht und äußerst präzisen Instrumenten. „So können wir sehr kontrolliert operieren und die Technik erweitert unsere Möglichkeiten, Eingriffe noch schonender durchzuführen“, erklärt Prof. Dr. Fuller.

Gerade bei längeren Operationen sei diese Unterstützung eine große Hilfe. Die Beweglichkeit der Instrumente und die vergrößerte dreidimensionale Darstellung ermöglichen den Ärztinnen und Ärzten eine besonders genaue Arbeit.

Früherkennung und moderne Therapie können entscheidend sein 

Nach seinem Krankenhausaufenthalt und einer anschließenden Reha begleitet Siegfried Wagner die Erkrankung zwar weiterhin, doch er konnte schnell in seinen Alltag zurückkehren.

Die Operation war für den 65-Jährigen eine besondere Erfahrung. Als erster Patient wurde er im Klinikum Wolfsburg bei einer Prostataoperation mit dem neuen Da Vinci-System behandelt:

„Wenn jemand diese Diagnose bekommt, sollte er sich gut informieren und beraten lassen. Ich würde mich auch jederzeit wieder für die roboterassistierte Operation entscheiden und ich bin froh, dass ich diese Behandlungsmöglichkeit im Klinikum Wolfsburg bekommen habe.“

Seine Geschichte zeigt: Prostatakrebs kann auch ohne Beschwerden entstehen. Regelmäßige Untersuchungen können deshalb entscheidend sein. Gleichzeitig bieten moderne Behandlungsmöglichkeiten wie die roboterassistierte Chirurgie neue Chancen für eine möglichst schonende Therapie.

Klinikum Wolfsburg: Bereits über 250 robotergestützte Operationen

Seit Einführung des Da Vinci-Systems vor rund acht Monaten wurden im Klinikum Wolfsburg bereits mehr als 250 Patientinnen und Patienten robotergestützt operiert. Das System kommt hier in verschiedenen Fachbereichen bei unterschiedlichen Eingriffen zum Einsatz – in der Urologie im Team von Chefarzt Prof. Dr. Florian Fuller, in der Allgemein- und Viszeralchirurgie bei Chefarzt Dr. Thomas Jungbluth sowie in der Gynäkologie bei Chefärztin Priv.-Doz. Dr. Mignon-Denise Keyver-Paik.

Für das Klinikum Wolfsburg ist die roboterassistierte Chirurgie ein wichtiger Baustein moderner Medizin, der die Erfahrung der Operateurinnen und Operateure mit den technischen Möglichkeiten eines hochpräzisen robotergestützten Assistenzsystems verbindet.

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