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Ohrchirurgie

Trommelfellschnitt und Einlage von Paukenröhrchen

Bei rezidivierenden Mittelohrergüssen, die insbesondere bei Kindern auftreten, ist ein Trommelfellschnitt (Parazentese) zur Drainage des Mittelohres sehr hilfreich, um die durch den Erguss verursachte Hörminderung akut zu behandeln. Wenn im Nasenrachen Polypen (Adenoide) als Ursache für die Verlegung der Ohrtrompete und dadurch bedingte Minderbelüftung des Mittelohres und konsekutive Entstehung des Mittelohrergusses befundet werden, sollten diese im gleichen Eingriff mit entfernt werden. Bei Erwachsenen ist auch eine Tumorgenese als Ursache des Mittelohrergusses denkbar. Wenn der Erguss nur serös und wenig verdickt ist, reicht ein Trommelfellschnitt meist aus. Bei den Fällen, die ein muköses Sekret (verdickter Erguss) im Mittelohr haben, wird die Einlage von Paukenröhrchen empfohlen.

Tympanoplastik und Mittelohrchirurgie

Die Mittelohrchirurgie wird zur Ausräumung von entzündlichen und krankhaft veränderten Gewebe aus dem Mittelohr und zur Wiederherstellung des intakten Trommelfells und der Gehörknöchelchen (Ossikeln) durchgeführt. Insbesondere chronische Eiterungen des Mittelohres in Folge der nicht ausreichenden Belüftung des Mittelohres sowie chronische Knocheneiterungen (Cholesteatome) sind die Hauptursachen von Hörstörungen und eitrige Sekretionen aus dem Ohr, die konservativ nicht zu beherrschen sind. Ziel ist ein verbessertes Hörvermögen, sofern die Übertragung des Schalles über Trommelfell und Gehörknöchelchen auf das Innenohr gestört ist.

 

 

 

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Inforveranstaltung zum Thema Schwerhörigkeit am 22.8.2018 im Klinikum Wolfsburg